U20 Mannschaft Vierter Spieltag
Jugendbundesliga Süd - Saison 2025/2026
Aufsteiger: Stuttgarter SF, SV Walldorf
Mannschaftsführer: Ralf Toth
Vierter Spieltag: 13.12.2025
SC Untergrombach |
1891 | - | Stuttgarter SF (N) |
1980 | 2½ - 3½ |
| Karlsruher SF | 1745 | - | SF Göppingen | 1652 | 4 - 2 |
| SV Walldorf (N) | 1728 | - | OSG Baden-Baden | 6 - 0* |
|
| SK Freiburg-Zähringen | 1634 | - | VfL Leipheim | 1666 | 3½ - 2½ |
* Baden-Baden ist nicht angetreten.
Vierter Spieltag: Einzelergebnisse
| Brett | SC Untergrombach |
DWZ | Stuttgarter SF |
DWZ | Ergebnis |
|
| 1 | Hayen, Andre | 2103 | - | Nunez Grégoire, Daniel | 2181 | 0 - 1 |
| 2 | Uyar, Levin | 2046 | - | Kalia, Anant | 2015 | 1 - 0 |
| 3 | Gade, Niels | 1869 | - | Goldinov, Daniel | 2037 | ½ |
| 4 | Jung, Niklas | 1802 | - | Gotfried, Elias | 1947 | 0 - 1 |
| 5 | Toth, Luca | 1796 | - | Babaian, Bagrat | 1866 | 0 - 1 |
| 6 | Wettstein, Levin | 1731 | - | Zhong, Letong | 1831 | 1 - 0 |
Vierter Spieltag: Tabelle
| Rang | Mannschaft | Spiele | Punkte | Brettpunkte | DWZ-Schnitt |
1. |
Stuttgarter SF (N) |
4 |
8:0 |
18½ |
2014 |
2. |
SK Freiburg-Zähringen |
4 |
6:2 |
14 |
1680 |
| 3. | Karlsruher SF | 4 | 6:2 | 13½ | 1750 |
| 4. | SV Walldorf | 4 | 4:4 | 15 | 1686 |
| 5. | VfL Leipheim | 4 | 4:4 | 10½ | 1665 |
| 6. | SF Göppingen | 4 | 2:6 | 8½ | 1663 |
7. |
SC Untergrombach |
4 |
1:7 |
9½ |
1876 |
8. |
OSG Baden-Baden |
4 |
1:7 |
6½ |
1803 |
Spielbericht
von Ralf Toth
Gegen den souveränen Spitzenreiter und klaren Meisterkandidaten SF Stuttgart rechneten sich die Untergrombacher nichts aus, am Ende wurde es aber doch knapper als gedacht. Die Gastgeber aus Untergrombach konnten aus dem Vollen schöpfen, auch Niels Gade war wieder aus der Schweiz angereist, um das Team zu verstärken.
Am Spitzenbrett bekam es Andre Hayen mit einem sehr starken Gegner zu tun, Hayen hatte zudem die schwarzen Steine zu führen. In einer Variante im Damengambit kam Hayen zunächst recht ordentlich aus der Eröffnung, wählte jedoch gegen die weissen Drohungen am Königsflügel eine ungesunde Bauernstellung mit einem schwachen Bauern auf e6. Der Stuttgarter Spitzenspieler nutzte die Felderschwächen auf den schwarzen Feldern gekonnt aus, ließ jedoch Hayen im Mittelspiel wieder vom Haken. Kurz vor der Zeitkontrolle war ein objektiv ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel erreicht, jedoch mit praktischen Chancen auf beiden Seiten. Ein unbedachter schwarze Bauernzug erlaubte Weiß, über die schwarze Grundreihe mit der Dame einzudringen, danach war die Partie direkt verloren.
Unterlag im Schwerfigurenendspiel: Untergrombachs Nummer Eins Andre Hayen (schwarz).
Am zweiten Brett war Levin Uyar einmal mehr zu scharfem Spiel aufgelegt und wählte gegen die schwarze Richter/Rauser-Variante in der Sizilianischen Verteidigung einen aggressiven Aufbau mit langer gegen kurzer Rochaden und sofortigem Bauernsturm gegen den schwarzen Königsflügel. Die zielgerichtete Attacke ließ auch keine Fragen offen: Weiß überrollte die schwarze Stellung förmlich und Schwarz musste nach 31 Zügen ohne jegliche Chance auf Gegenspiel die Segel streichen.
Levin Uyar fuhr mit Weiß einen überragenden Sieg nach starkem und aggressiven Spiel ein.
Wenig Probleme mit dem als aggressiv bekannten Morra-Gambit hattte Niels Gade am dritten Brett mit den schwarzen Steinen. Scheinbar mühelos egalisierte er den weissen Anzugsvorteil und hielt die Partie problemlos im Gleichgewicht, im 49. Zug wurden dann die Punkte geteilt.
Zog einem ambitionierten weissen Aufbau den Zahn: Niels Gade behielt mit Schwarz die Kontrolle.
Niklas Jung kam mit Weiß in der Abtauschvariante der Französischen Verteidigung schon nach dreizehn Zügen unter Druck, als er zuließ, dass Schwarz die Bauernformation vor seinem kurz rochierten König aufsprengen konnte. Schwarz beharkte hartnäckig und methodisch diese Bauernschwäche. Jung hatte sich nach schwarzen Ungenauigkeiten beinahe wieder ins Spiel zurückgekämpft, da griff er im siebenundzwanzigsten Zug fatal fehl und der Stuttgarter konnte aufgrund der kaputten Bauernstruktur entscheidend Material einsammeln und entschied die Partie für sich.
Kämpfte auf verlorenem Posten: Niklas Jung unterlag mt Weiß.
In nur 22 Zügen verlor Luca Toth seine Partie mit den schwarzen Steinen. In der Königsindischen Verteidigung kam der Untergrombacher komplett vom Weg ab und servierte seinem Gegenspieler in einer schwachen Vorstellung den Punkt auf dem Silbertablett.
Unterlag sang- und klanglos mit Schwarz: Luca Toth erwischte am vierten Brett einen schwarzen Tag.
Levin Wettstein war mit Weiß in der Hauptvariante der Italienischen Eröffnung nicht ganz unerwartet in einer völlig symmetrischen Stellung gelandet und damit auf dem Weg zum Remis. Dann unterschätze sein Gegner starke Grundreihenmattmotive und Wettstein fand einen schönen Weg diese auszunutzen. Das Matt ließ sich nicht mehr verhindern und Schwarz gab auf.
Levin Wettstein punktete mit Weiß nach korrekter Berechnung seines Mattangriffs.
Am Ende wäre eine Überraschung möglich gewesen. So unterliegt der SCU so knapp wie möglich und bleibt auf einem Abstiegsplatz hängen.