U20 Mannschaft Erster Spieltag

Jugendbundesliga Süd - Saison 2026/2027

Aufsteiger: SC Viernheim, Heilbronner SV

Mannschaftsführer: Ralf Toth

Erster Spieltag: 26.09.2026

SV Walldorf

1811 -

SC Untergrombach

1984

1½ - 4½

Stuttgarter SF 2036 - Karlsruher SF 1913

4 - 2

SK Freiburg-Zähringen   - SC Viernheim (N)  

*

Heilbronner SV (N) 2064 - OSG Baden-Baden 1939

4 - 2

* wird nachgespielt.

Erster Spieltag: Einzelergebnisse

Br

SV Walldorf

DWZ

-

SC Untergrombach

DWZ

Ergebnis

1 Botschek, Marius 1987 - Hayen, Andre 2126

½

2 Vinogradov, Ilia 1961 - Uyar, Levin 2103

½

3 Schächtelin, Jakob 1943 - Toth, Luca 1938

0 - 1

4 Sriram, Aumkar 1764 - Wettstein, Levin 1917

0 - 1

5 Abdullah, Aashif 1648 - Burkhardt, Tim 1936

½

6 Lieberknecht, Pascal 1560 - Jung, Niklas 1881

0 - 1

Erster Spieltag: Tabelle

Rang

Mannschaft

Spiele Punkte Brettpkt. BW DWZ

1.

SC Untergrombach

1

2:0

4½

14½

1984

2.

Stuttgarter SF

1

2:0

4

14½

2036

3. Heilbronner SV (N) 1 2:0 4 11 2064
4. OSG Baden-Baden 1 0:2 2 10 1939
5. Karlsruher SF 1 0:2 2 6½ 1913
6. SV Walldorf 1 0:2 1½ 6½ 1811

7.

SK Freiburg-Zähringen

0

0:0

0

0

8.

SC Viernheim (N)

0

0:0

0

0

Spielbericht

von Ralf Toth

In der sechsten Saison in Folge in der U20 Jugendbundesliga Süd reiste der SC Untergrombach zum Auftakt nach Walldorf. Die Gastgeber haben freundlicherweise einer Vorverlegung der Begegnung zugestimmt, um nicht mit dem Joß-Fritz-Jugendopen zu kollidieren. Überhaupt wurden wir sehr freundlich empfangen und konnten in einer sehr angenehmen Umgebung spielen. An die Astoria-Halle hat man in Untergrombach gute Erinnerungen, dort gelang in der Aufstiegssaison die Qualifikation für das Halbfinale im Jugend-Cup. 

Mit dem Aufsteiger aus Heibronn hat die Liga noch einmal an Qualität gewonnen, generell wird diese Saison der angestrebte Klassenerhalt ein hartes Stück Arbeit. Ein wichtiger Baustein gelang am ersten Spieltag mit dem 1,5:4,5-Auswärtssieg. 

Den Auftakt besorgte Niklas Jung am sechsten Brett. Mit Schwarz in der Paulsen/Taimonov-Variante der Sizilianischen Verteidigung konnte Jung gegen den lang rochierten König einen schönen und nicht parierbaren Angriff über die halboffene B-Linie initiieren. Mit diesem Sieg aus der Eröffnung heraus brachte Jung sein Team mit 1:0 in Führung,


Niklas Jung (vorne links, dahinter Tim Burkhardt) überzeugte mit einem schnellen Auftaktsieg.

Kurz darauf teile Tim Burkhardt mit Weiß die Punkte. Nach einer fünfzehn Züge langen Theorie-Variante im Sweshnikov-Sizilianier wich Schwarz von der Theorie ab und Burkhardt bekam leichten Vorteil. Allerdings gelang es Schwarz im Mittelspiel in ein ausgeglichenes Turmendspiel abzuwickeln und folgerichtig wurde die Partie Remis gegeben.

Luca Toth erhöhte dann auf 2,5:0,5, auch in seiner Partie wurde die Sizilianische Verteidigung gespielt, diesmal die Najdorf-Variante. Toth führte die weißen Steine und war im Heimtraining von GM Rogic bestens vorbereitet worden. Gegen einen gewohnt aggressiv agierenden Gegner behielt Toth in einer extrem scharfen Mittelspielstellung die Nerven und gewann in der Taktikschlacht die Qualität. Im neunundzwangsten Zug geschah dann ein weißer Fehlzug, nun hätte Schwarz die Möglichkeit gehabt, die Partie wieder ins Gleichgewicht zu bringen, fand jedoch selbst den rettenden Zug nicht und danach war der Rest dann Technik.


Luca Toth (rechts mit Weiß, daneben Levin Wettstein) gewann die Taktikschlacht am dritten Brett.

Levin Wettstein besorgte dann mit Weiß den Mannschaftssieg. In der Hauptvariante der Italienischen Partie kam Wettstein allerdings im Mittelspiel unter Druck, weil sein Gegner kluge und genaue Züge spielte. Nach 22. Se5 ergab sich jedoch eine hervorragende Angriffschance für den Untergrombacher.

Sriram - Wettstein, Stellung nach 22. Se5?

Wettstein fand und berechnete das Turmopfer richtig:

23. ... Txe5! 
24. dxe5 Df3! 

und nun ist guter Rat teuer, denn gegen das drohende Le4 gibt es keine gute Verteidigung. 

24. Tae1 Dg3+

und alles ist vorbei.

Damit war der Kampf gelaufen, es spielten noch die beiden Spitzenbretter. Am ersten Brett bekam es Andre Hayen mit dem formstarken Marius Botschek zu tun, der in der Woche darauf das Joß-Fritz-Jugendopen in Untergrombach gewinnen konnte. 

Im geschlossenen System der Sizilianischen Verteidigung griff Hayen mit Weiß in der Eröffnung fehl, im zwölften Zug hätte das Walldorfer Spitzenbrett eine ganze Figur abräumen können, entschied sich jedoch für eine andere Abwicklung und nun war in einer dynamischen Stellung alles wieder offen. Beide Spieler entschieden sich im Mittelspiel unter Zeitdruck für eine Reihe von Abtäuschen, so dass ein remisverdächtiges Schwerfigurenendspiel erreicht wurde was nach 30 Zügen dann auch folgerichtig Unentschieden gegeben wurde. Andre Hayen war nach der Partie reichlich glücklich, mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. 


Die Spitzenbretter: Vorner Andre Hayen (Weiß), dahinter Levin Uyar.

Wie üblich spielte Levin Uyar mit Schwarz am längsten. Aus der Eröffnung heraus entstand eine symmetrische und ausgeglichen Stellung mit Läuferpaaren und Schwerfiguren. Beide Spieler gingen wenig Risiko, im Mittelspiel fand Uyar jedoch die genaueren Züge und setzte Weiß unter Druck. Allerdings wurde allmählich auf beiden Seiten die Zeit knapper. Ein Remisgebot im 36. Zug lehnte der Untergrombacher ab und versuchte, ein Endspiel imt gleichfarbigen Läufern zu gewinnen. Für Schwarz gab es jedoch kein Durchkommen und des Remis war absehbar. Mit dem letzten Zug bot Weiß seinen Läufer zum Tausch an und beide Spieler einigten sich auf Unentschieden. Tatsächlich war dieser Zug jedoch der Verlustzug; das Bauernendspiel ist komplett gewonnen für den Untergrombacher. 

Diese finale Pointe setzte den Schlusspunkt unter einen abwechslungsreichen Kampf mit beiderseitigen Chancen. Untergrombach empfängt am 14. November in der Bundschuhhalle die OSG Baden-Baden.